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Thrombose

Wenn sich die Blutgefäße durch ein Blutgerinnsel verschließen, bezeichnet man dies als Thrombose. Von der Thrombose sind vor allem die tiefen Becken- und Beinvenen betroffen. Eine Thrombose entsteht meistens in den kleinen Venen der Wadenmuskulatur und wächst immer weiter in die größeren Venen. Wenn das Blutgerinnsel in einer oberflächlichen Vene entsteht, handelt es sich nur um eine Venenentzündung. Die Venenentzündung ist in den meisten Fällen ungefährlich. Bei der Thrombose kann sich das Gerinnsel jedoch loslösen und auf dem Blutstrom in die Lungenarterien gelangen und diese auch verstopfen. Ist dies der Fall, spricht man von einer lebensgefährlichen Lungenembolie. In jüngerem Alter sind Frauen viel häufiger betroffen als Männer, dieser Unterschied gleicht sich mit zunehmendem Alter jedoch aus. Das Risiko eines wiederkehrenden Gefäßverschlusses ist hingegen bei Männern höher. Normalerweise halten sich die Mechanismen im Blut, die für die Blutgerinnung und für das Flüssighalten des Blutes verantwortlich sind, das Gleichgewicht. Wenn es jedoch zu einem Ungleichgewicht kommt, kann sich die Zusammensetzung des Blutes ändern. Wenn sich die Gerinnungsbereitschaft des Blutes erhöht, entsteht eine Thrombose. Die Neigung zur Thrombose wird als Thrombophilie bezeichnet. Zu einer Thrombophilie kommt es um Beispiel im Rahmen von Infektionen. Bei einer Krebserkrankung tritt ebenfalls oft eine erhöhte Thrombose-Neigung auf. Auch zahlreiche erbliche Störungen sind bekannt, die das Thromboserisiko erhöhen. Das Risiko erhöht sich jedoch auch durch längere Bettlägerigkeit nach einer Operation, vor allem bei der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln. Die Schwangerschaft erhöht das Thromboserisiko ebenfalls stark.

Symptombild bei der Thrombose

Thrombose-Symptome gibt es zu Beginn der Erkrankung nicht wirklich. Meistens bemerken die Betroffenen nur ein Spannungs- oder Schweregefühl im Bein. Im Verlauf der Krankheit kommen Thrombose Symptome wie Wadenschmerzen und Schwellungen auf. Zusätzlich verfärbt sich die Haut oft leicht bläulich. Die Thrombose Symptome sind vor allem beim Stehen und Gehen stark, sobald das Bein hochgelagert wird werden die Schmerzen weniger. Treten Thrombose Symptome wie Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen auf, sollte eine Lungenembolie in Betracht gezogen werden. Hier ist es wichtig sofort einen Arzt aufzusuchen.

Die Prophylaxe

Die Thromboseprophylaxe ist besonders wichtig, da das Vorbeugen einfacher ist als das Heilen. Zur Thromboseprophylaxe eignet sich viel Bewegung. Sitzen und Stehen ist schlecht für die Beine, Laufen und Liegen wirkt sich positiv aus. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und eine nicht einengende Kleidung gehören ebenfalls zur Thromboseprophylaxe. Das sicherste Mittel zur Thromboseprophylaxe ist eine Heparin-Injektion. Der natürlich vorkommende Stoff Heparin hemmt die Blutgerinnung. Eine Spritze täglich hilft der Thrombose vorzubeugen. Die Nebenwirkungen sind gering, und der Wirkstoff ist gut verträglich.