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Schleudertrauma

Krankheitssymptome nach einer Überstreckung und Beschleunigung des Kopfes werden als Schleudertrauma bezeichnet. Unter die Schleudertrauma-Symptome fallen zum Beispiel Schwindel, Kopf- und Nackenschmerzen, Sprachstörungen und Gangunsicherheit. Ein Schleudertrauma entsteht meist durch einen Autounfall mit Heckaufprall. Die Halswirbelsäule, der Schädel, das Gehirn und das Rückenmarkt sind jedoch nicht direkt geschädigt. Es gehört zu den häufigsten Komplikationen nach einem Autounfall und gehört zu den gefürchtetsten Ursachen einer chronischen Behinderung. Das Schleudertrauma wird auch als whiplash (Peitschenschlagsyndrom) bezeichnet. Um die Schweregrade eines Schleudertraumas zu beurteilen, wird die sogenannte Quebec-Klassifikation benutzt:

  • 0 - keine Beschwerden und keine Symptome
  • 1 – Nackenbeschwerden, zum Beispiel eine Steifheit des Nackens, treten auf
  • 2 - Es kommt zu Beschwerden und Muskelverspannung, Muskelhartspann und Bewegungseinschränkung
  • 3 - Es kommt zu Beschwerden und ein neurologischer Befund wird erstellt
  • 4 - eine oder mehrere Frakturen oder Dislokationen wurden verursacht

Laut einer schwedischen Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2008 sind jedoch die Stufen 1 und 4 überflüssig, da der Begriff Schleudertrauma eine indirekte Schädigung im Nackenbereich bezeichnet. Eine Fraktur wäre schon anders zu klassifizieren.

Beschwerden und Symptome

Es ist unbestritten, dass die Beschwerden eines Schleudertraumas in der Regel innerhalb von einigen Tagen bis Wochen auch ohne Therapie abklingen. Allerdings entwickelt sich in mehr als 10 Prozent aller Fälle eine chronische Schleudertrauma-Krankheit. Als chronisch bezeichnet man das Trauma dann, wenn die Schleudertrauma-Symptome auch mehr als sechs Monate nach dem Unfall immer noch vorhanden sind. In den letzten 30 Jahren verliefen immer mehr Fälle chronisch. Die Meinungen zur chronischen Schleudertrauma-Krankheit sind kontrovers und die genaue Ursache ist nicht bekannt. Hauptsächlich treten bei einem einfachen Schleudertrauma Symptome wie Muskelverspannungen in der Hals- und Nackenmuskulatur auf. Diese Verspannungen können zu starken Nacken- und Kopfschmerzen führen. Der Autohersteller Volvo führte eine Forschungsarbeit zu diesem Thema durch, welche zu dem Schluss kam, dass sogar 17 Jahre nach einem Unfall mit Schleudertrauma etwa 55 Prozent der Betroffenen unter den Beschwerden leiden und zwischen fünf bis acht Prozent unfallbedingt sogar berufsunfähig werden. Die häufigsten Schleudertrauma-Symptome sind:

  • Schwindel, in schwereren Fällen zusätzlich mit Erbrechen
  • Benommenheit und oft höhergradige Störungen der Vigilanz
  • Brennende bzw. stechende Schmerzen, die sich im Hinterkopf bemerkbar machen
  • Hör- und Sehstörungen sowie eine Einschränkungen des Gesichtsfeldes
  • Aufmerksamkeitsstörungen und Desorientierung
  • Rasche Erschöpfbarkeit und ein allgemeines Schwächegefühl
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen bzw. Missempfindungen in Armen und Gesicht
  • Gangunsicherheiten
  • Störung der Muskelfunktion und Spasmen
  • Sobald Symptome wie zum Beispiel Schwindel mit Erbrechen oder Gedächtnisschwund auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.