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Kreuzbandriss

Als Kreuzbandriss oder Kreuzbandruptur bezeichnet man sowohl einen unvollständigen als auch einen vollständigen Riss von einem oder beiden Kreuzbändern. Meistens ist von einem Kreuzbandriss das vordere Kreuzband betroffen. In der Regel entsteht ein Kreuzbandriss durch einen plötzlichen Richtungswechsel beim Springen oder Laufen. Kreuzbandrisssymptome und eine Tastuntersuchung helfen eine sichere Diagnose zu geben. Zusätzlich abgesichert wird die Diagnose manchmal durch eine Magnetresonanztomografie oder eine Arthroskopie. Ein Riss im Kreuzband kann zu schweren Schäden am Knie führen. Meist ist zusätzlich zur konservativen Therapie eine Kreuzband-OP notwendig. Allerdings kann keine Kreuzband-OP die Qualität des ursprünglichen Kreuzbandes wiederherstellen. Spezielle Übungen im Vorfeld können helfen, das Risiko eines Kreuzbandrisses zu senken.

Symptome

Ist ein Kreuzband gerissen, treten Kreuzbandrisssymptome wie eine Schwellung am Kniegelenk und Schmerzen auf. Auch ein blutiger Gelenkerguss und Bewegungseinschränkungen sind zusätzliche Kreuzbandrisssymptome. Ursache für die starken Symptome sind die im Kreuzband enthaltenen Blutgefäße und Nervenfasern. Die Nervenfasern lösen beim Zerreißen heftigen Schmerz aus, und die Blutgefäße bluten in das Gelenk ein. Ein Kreuzbandriss wird oft von einem hörbaren Knall begleitet. Beim Zerreißen kommt es kurz zu Schmerzen und es folgt eine Instabilität im Knie. Im Laufe des Tages kommt es dann zum typischen Gelenkerguss. Die sportliche Betätigung muss zum Großteil für einige Zeit eingestellt werden, nur Skifahrer können unter starken Schmerzen eine Abfahrt hinter sich bringen. In der Regel klingen die Symptome eines Kreuzbandrisses etwa zwei Wochen nach der Verletzung ab.

Therapieansatz

Früher gab es für die Kreuzband-OP eine Altersgrenze von 35 Jahren, diese Altersgrenze ist mittlerweile verschwunden. Allerdings haben der Zustand des Knies und die Motivation des Patienten einen großen Einfluss darauf, ob die Kreuzband-OP durchgeführt wird oder nicht. Zu einer Kreuzband-OP kommt es oft erst mehrere Monate oder Jahre nach dem Riss. Wenn die Instabilität des Kreuzbandes zu hoch ist, muss eine Operation durchgeführt werden. Falls ein Muskelaufbautraining die Stabilität nicht verbessern kann, ist unter Umständen sogar eine arthroskopische Rekonstruktion des Kreuzbandes notwendig, eine sogenannte Kreuzbandplastik. Bei einer Kreuzbandplastik verwendet man eine körpereigene Sehne, um das gerissene Kreuzband zu ersetzen. Um eine Kreuzbandplastik einzusetzen, gibt es unterschiedliche Techniken. Die OP dauert in der Regel etwa ein bis 1,5 Stunden. Das neue Band wird am Unterschenkelkopf mit Metallklammern aus Titan fixiert. Die Fixierung am Oberschenkel erfolgt mit Hilfe eines kleinen Metallplättchens, Endobutton genannt. Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa 5 Tage, danach muss der Patient einige Wochen an Krücken gehen, um das Knie zu entlasten.