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Fersensporn

Als Fersensporn oder Fersendorn bezeichnet man einen knöchernen, dornartigen Sporn an einer zu stark beanspruchten Sehne bzw. der Sehnenplatte an der Fußsohle. Meistens ist der Fersendorn jedoch nur eine chronische Entzündung, welche den Fersenbeinschleimbeutel miteinbezieht. Fersensporn kann sowohl eine Alterserscheinung sein als auch durch Sport verursacht werden. Eine stetige Überbelastung führt zu einem Fersensporn. Die übermäßige Beanspruchung der Fußsohle führt immer wieder zu Rissen in der Sehne, und die Entzündung führt zu Fersenschmerzen. Der Körper versucht, die Risse in der Sehne zu schließen und lagert Kalk in den Rissen ab. Durch diese Kalkablagerungen kommt es zu einem kleinen Auswuchs der Ferse, Fersendorn genannt.

Je nachdem, wo der Fersensporn auftritt, können zwei Formen unterschieden werden:

  • Plantarer Kalkaneussporn: An der Fersenbeinunterseite, im Ansatzbereich der Fußmuskeln kommt es zu einer Verknöcherung.
  • Haglung-Syndrom: Es kommt am Fersenansatz der Achillessehne zu einer Verknöcherung.

Die Fersen müssen beim Gehen das gesamte Körpergewicht tragen. Ein Fettkissen unter der Ferse und die Sehnenplatte der Fußsohle sind dazu da, diese Belastung abzudämpfen. Verzichtet man beim Sport auf das Aufwärmen, sind die Muskeln, Sehen und Bänder nicht geschmeidig und Zerrungen, Entzündungen oder kleine Risse können die Folge sein. Wird das Sehnenband beschädigt, kommt es zu einem Fersenschmerz. Sobald man sich ausruht, verschwinden die Schmerzen in der Ferse. Kommt es zu einer erneuten Anstrengung, kommen auch die Fersenschmerzen zurück, und die Sehne kann weitere Risse bekommen.

Symptome und Therapieansätze

Ein Fersendorn macht sich durch stark stechende Schmerzen in der Ferse oder knapp oberhalb bemerkbar. Oft verursacht schon das Stehen Fersenschmerzen. Die Schmerzen in der Ferse sind vor allem am Morgen besonders stark. Das kommt daher, dass der Schleimbeutel am Fuß über Nacht bzw. in der Ruheposition anschwillt. Der Fersenschmerz ist besonders schlimm, wenn man auf einem harten Boden geht oder weitere Strecken zu Fuß zurücklegen muss. Bei den meisten Betroffenen klingen die Fersenschmerzen jedoch ohne Therapie oder eine besondere Fersensporn-Behandlung wieder ab.

Wer von Fersendorn betroffen ist, kann den Fersenschmerz jedoch mit einfachen Mitteln etwas lindern. Vor allem orthopädische Einlagen mit Aussparungen am Spornbereich führen zu einer wohltuenden Druckentlastung. Die Einlagen helfen besonders in Verbindung mit trittgedämpften Laufschuhen, die Schmerzen in der Ferse zu mildern. Zur Fersensporn-Behandlung eignen sich Gymnastikübungen, die die Sehnen an der Fußsohle und den Waden dehnen. Eine lokale Kältetherapie kann den Schmerz durch Fersensporn lindern. In schweren Fällen wird bei der Fersensporn-Behandlung auf eine Operation zurückgegriffen.